„Memorypaths – Resonanz in Kunst und Klang“ verbindet zwei Ausdrucksformen, die auf unterschiedliche Weise heilsam wirken: den Klang der Stimme und die Sprache der Form.
Die Idee entstand aus zwei Entwicklungslinien: einer langjährigen Tätigkeit als Chorleiterin und dem künstlerischen Arbeiten mit Mosaik.
Als staatlich anerkannte Chorleiterin im Laienmusizieren habe ich über viele Jahre Chöre geleitet und beobachtet, wie stark gemeinsames Singen die Gesundheit und seelische Ausgeglichenheit fördert. Dennoch erlebe ich immer wieder, dass viele Menschen glauben, sie könnten nicht singen oder seien „unmusikalisch“.
Daraus entstand der Wunsch, das Singen in eine neue Form zu führen – hin zu einem intuitiven, heilsamen Klangraum, in dem einfache Melodien und frei gesungene Töne ohne Notenkenntnisse möglich sind.
So entstand das Konzept des Heilsingens: gemeinsames Tönen und Singen mit einfachen Texten und harmonischer Tonalität, das sowohl Einsteiger:innen als auch erfahrenen Sänger:innen anspricht. Ziel ist, Resonanz zu erzeugen – im Raum und im Inneren der Teilnehmenden.
Parallel dazu entwickelte sich die Idee der Erinnerungssteine.
Immer mehr Menschen werden in Urnengräbern bestattet; die Orte des Gedenkens verlieren dabei oft ihre persönliche Symbolik. „Memorypaths“ möchte hier eine Alternative schaffen:
Durch ein individuell gestaltetes Mosaik aus Scherben und Glassteinen wird eine Erinnerung sichtbar gemacht.
Jeder Stein steht für einen Menschen, für eine Beziehung oder einen Moment, der weiterwirkt.
Er kann im Garten, auf einem Fensterbrett, an einem Lieblingsort oder als Teil einer kleinen Gedenkstätte platziert werden – ein persönliches Symbol der Verbindung, das bleibt.
Die künstlerischen Fähigkeiten wurden in Kursen der Mosaikschule Scherbenglück vertieft und weiterentwickelt.
Damit verbindet sich das musikalische und das bildnerische Schaffen zu einem neuen, eigenständigen Ausdrucksfeld: Resonanz in Kunst und Klang.
Im Zentrum steht der Gedanke der Resonanz – das Schwingen, Mitschwingen und In-Schwingung-Kommen.
Sowohl in der Musik als auch in der künstlerischen Gestaltung entsteht Heilung, wenn innere und äußere Schwingung in Einklang geraten.
Durch Stimme, Farbe und Form kann das, was bewegt, sichtbar und hörbar werden.
„Memorypaths“ schafft Räume, in denen Menschen auf schöpferische Weise mit sich selbst, mit anderen und mit dem, was war, in Berührung kommen.
